Hitzeaktionsplan für Ludwigshafen

Die Grünen im Rat: Hitzeaktionsplan für Ludwigshafen

Der Klimawandel ist nicht nur längst im Gang, er hat auch unübersehbare Folgen für das Leben in der Stadt. Trockenheit und die extreme Sommerhitze in einer hochverdichteten Innenstadt bringen gesundheitliche Risiken mit sich. Die Grünen im Rat beantragen deshalb in der Stadtratssitzung am 24. August die Prüfung eines Hitzeaktionsplans für Ludwigshafen. Damit soll ein Prozess initiiert werden, der die gesundheitlichen Risiken insbesondere für Menschen im Alter minimiert, indem ein Informationssystem und ein Aktionsplan zum Umgang mit Hitzeperioden aufgebaut werden. Monika Kleinschnitger, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat, begründet den Antrag: „Im Zuge des Klimawandels nehmen auch in Ludwigshafen die heißen Tage mit Temperaturen über 30°C und Sommertage mit Temperaturen über 25°C deutlich zu. Langanhaltende Hitzeperioden heizen die Stadt tagsüber zunehmend auf und sorgen auch nachts für keine wesentliche Abkühlung. Es sind vor allem Kinder, Kranke, Menschen im Alter und Menschen mit Behinderung, die auf die Hitze besonders reagieren. Im Hinblick auf den demografischen Wandel wollen wir einen ‚Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter‘ für die Stadt Ludwigshafen initiieren, der einen besonderen Fokus auf über 65-jährige Personen legt.“

Die grüne Stadtratsfraktion weist darauf hin, dass Hilfebedürftigkeit und soziale Isolierung älterer Menschen dazu führen können, dass zum Beispiel ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und das Kühlen der Innenräume unterlassen werden. In Hitzeperioden werden höhere Sterberaten postuliert und das wärmere Stadtklima führt zu vermehrten gesundheitlichen Belastungen und Risiken. Auch bei gesunden Menschen kann Hitze zu Erschöpfung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit führen. Bereits im Jahr 2017 hat das Bundesministerium für Umwelt Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit online gestellt. Bei der Erarbeitung eines solchen Aktionsplanes soll auch untersucht werden, inwiefern Hitzewarnungen alleinlebende ältere Menschen erreichen und sie Maßnahmen zur Hitzevorsorge treffen. Dabei steht im Vordergrund, Informationen zu beschaffen und weiterzugeben. Beispiele für die Vorgehensweise und die Umsetzung geben Städte wie Köln (Kölner Hitzeaktionsplan), Mannheim und Worms.

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